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2013/08/29
Baukredite werden wieder teurer
Im Mai konnte man nach Auswertung des Kreditvermittlers Dr. Klein noch für 555 Euro einen Standardkredit (150.000 Euro, 2% Tilgung, 80% Beleihung, zehn Jahre Zinsbindung) bekommen. Zwei Monate später sind die Kosten für den kreditfinanzierten Wohnungskauf bereits auf 596 Euro gestiegen, was laut Dr. Klein auf die leicht gestiegenen Zinsen zurückzuführen ist. Weil sich die Kaufpreise im Juli leicht verteuert hätten, sei die durchschnittliche Darlehenshöhe ebenfalls leicht auf 163.000 Euro (Juni: 161.000 Euro) gestiegen, teilt Dr. Klein mit. Auch der Beleihungsauslauf steht mit 78,4% etwas höher als im Vormonat (76,7%). Quelle: Immobilienzeitung: 27.08.2013
mehr... 2013/08/19
Die Grundsteuer steigt langsamer

Auch 2013 haben wie­der zahl­rei­che Ge­mein­den die für die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft re­le­van­te Grund­steu­er B er­höht. Zum Teil hat sich der He­be­satz wie in Rüs­sels­heim sogar ver­dop­pelt. Das zeigt eine Aus­wer­tung des Deut­schen In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­tags (DIHK), auf die Haus & Grund hin­weist. Haus & Grund-Prä­si­dent Rolf Kor­ne­mann kri­ti­siert, dass die Kom­mu­nen so einen er­heb­li­chen Teil zur Ver­teue­rung des Woh­nens bei­tra­gen. Al­ler­dings zeigt ein Blick in die DIHK-Aus­wer­tung auch, dass sich die Er­hö­hun­gen auf we­ni­ge Bun­des­län­der kon­zen­trie­ren und ins­ge­samt nicht mehr so stark aus­fal­len wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren.

Noch 2011 mel­de­te der DIHK einen An­stieg bei der Grund­steu­er wie seit 1993 nicht mehr, ver­gan­ge­nes Jahr lagen die Er­hö­hun­gen im Schnitt nur leicht dar­un­ter. Für 2013 las­sen sich die Werte nicht di­rekt ver­glei­chen, da der DIHK nicht wie bis­her alle Ge­mein­den ab 50.000 Ein­woh­nern, son­dern be­reits ab 20.000 Ein­woh­nern be­trach­te­te. Trotz­dem hat sich of­fen­bar der An­stieg der Grund­steu­er ver­lang­samt.

Ins­ge­samt er­höh­ten 165 von 684 Ge­mein­den die Grund­steu­er und somit jede vier­te. 2011 woll­te noch jede drit­te Kom­mu­ne mehr Grund­steu­er. Zudem fan­den dras­ti­sche Er­hö­hun­gen ins­be­son­de­re in vie­len klei­ne­ren Städ­ten statt, die in den Vor­jah­ren noch nicht er­fasst wur­den, wäh­rend nur we­ni­ge Groß­städ­te an der Steu­er­schrau­be dreh­ten und wenn dann meist nur ver­gleichs­wei­se mo­derat.

Von den Städ­ten ab 200.000 Ein­woh­nern haben nur Frank­furt am Main (+8,7%), Bie­le­feld (+10%), Duis­burg (+17,8%), Mön­chen­glad­bach (+9,5%), Müns­ter (+4,3%), Wup­per­tal (+21,6%), Chem­nitz (+7,4%), Halle an der Saale (+5,3%) und Er­furt (+8,9%) die Grund­steu­er er­höht.

Rüs­sels­heim ver­dop­pelt den He­be­satz

Zudem zei­gen sich deut­li­che re­gio­na­le Un­ter­schie­de. In Nord­rhein-West­fa­len, Hes­sen und Thü­rin­gen er­höh­te jede drit­te Ge­mein­de den Grund­steu­er-B-He­be­satz. Hier fin­den sich auch viele be­son­ders dras­ti­sche Er­hö­hun­gen. Allen voran Rüs­sels­heim, wo sich 2013 der He­be­satz von 400 auf 800 Ba­sis­punk­te ver­dop­pelt hat. Die Stadt hofft auf knapp 10 Mio. Euro jähr­li­che Mehr­ein­nah­men zur Haus­halts­kon­so­li­die­rung. Auch das bei Reck­ling­hau­sen ge­le­ge­ne Hal­tern am See hat den He­be­satz dras­tisch von 450 auf 825 Ba­sis­punk­te an­ge­ho­ben.

Hal­tern hat damit den bis­he­ri­gen Spit­zen­rei­ter Ber­lin (810 Ba­sis­punk­te) über­holt und liegt nun an der Spit­ze zu­sam­men mit dem müns­ter­län­di­schen Selm (keine Ver­än­de­rung, son­dern wurde durch die Be­trach­tung von Kom­mu­nen ab be­reits 20.000 Ein­woh­nern erst­mals er­fasst). Rüs­sels­heim ist nun neuer Vier­ter.

Eben­falls be­son­ders kräf­tig zu­ge­langt haben unter an­de­rem Unna (+61,9%), Hemer (+49,5%), Hagen (+41,5%), Als­dorf (+39,2%; alle NRW), Viern­heim (+60,7%), Geln­hau­sen (+42,9%), Rö­der­mark (+36,4%; alle Hes­sen) und das thü­rin­gi­sche Greiz (+34%).

Kaum Er­hö­hun­gen in Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg

Viele Er­hö­hun­gen, wenn auch meis­tens eher mo­dera­te, gab es auch in Nie­der­sach­sen und Meck­len­burg-Vor­pom­mern. In den üb­ri­gen Bun­des­län­dern blieb im Gro­ß­teil der Ge­mein­den der Steu­er­satz sta­bil. So hat nur jede 17. Ge­mein­de in Bay­ern und jede 16. in Ba­den-Würt­tem­berg die Grund­steu­er an­ge­ho­ben. Zudem gibt es zwei Ge­mein­den in Ba­den-Würt­tem­berg und drei in Nord­rhein-West­fa­len, die den Grund­steu­er-He­be­satz sogar leicht ge­senkt haben. Be­kann­tes­te davon ist Do­nau­eschin­gen (-4,2%).

 

 

Für nächs­tes Jahr dro­hen al­ler­dings bei der Grund­steu­er wie­der stär­ke Er­hö­hun­gen. Kom­mu­nen, deren of­fi­zi­el­le Ein­woh­ner­zahl durch den Zen­sus re­du­ziert wurde und denen da­durch Ein­nah­me­aus­fäl­le dro­hen, könn­ten ver­sucht sein, diese durch Steu­er­er­hö­hun­gen

 

Quelle:Immobilienzeitung, Peter Maurer, 16.08.2013

mehr... 2013/06/26
Berlin wird Grunderwerbsteuer zum 1.1.2014 auf 6% anheben

Nun ist es of­fi­zi­ell: Der Ber­li­ner Senat hat den Dop­pel­haus­halt für das Jahr 2014/15 ver­ab­schie­det und sich darin auf eine er­neu­te Er­hö­hung der Grund­er­werb­steu­er von der­zeit 5% auf 6% ge­ei­nigt.

Damit gab die CDU ihren Wi­der­stand gegen eine An­he­bung der Steu­er auf und folg­te dem Vor­schlag von Fi­nanz­se­na­tor Ul­rich Nuß­baum (par­tei­los für die SPD). Eine wei­te­re Er­hö­hung der Grund­er­werbs­steu­er ver­spricht Mehr­ein­nah­men von vor­aus­sicht­lich 100 Mio. Euro jähr­lich. Geld, das Ber­lin drin­gend braucht, denn nach den vor­lie­gen­den Er­geb­nis­sen des Zen­sus 2011 muss Ber­lin ab 2014 Ein­nah­men­ver­lus­te von jähr­lich bis zu 470 Mio. Euro ver­kraf­ten.

Um einen Dop­pel­haus­halt 2014/2015 ohne er­heb­li­che Neu­ver­schul­dung auf die Beine stel­len zu kön­nen, habe man auf Steu­er­er­hö­hun­gen nicht ver­zich­ten kön­nen, er­klärt Nuß­baum. In Kraft tre­ten soll die Er­hö­hung der Grund­er­werbs­steu­er am 1.1.2014. Nach der Som­mer­pau­se geht der Se­nats­ent­wurf für den Haus­halt ins Par­la­ment und muss dort ver­ab­schie­det wer­den.

Schon ohne An­he­bung spült die Grund­er­werbs­steu­er pro Jahr 700 Mio. Euro in die Haus­halts­kas­se des hoch ver­schul­de­ten Lan­des Ber­lin.

Ver­bän­de lau­fen Sturm

Erst im April 2012 war die Grund­er­werbs­steu­er von 4,5% auf 5% an­ge­ho­ben wor­den. Gegen die er­neu­te Er­hö­hung lau­fen die Ver­bän­de un­ter­des­sen Sturm. "Eine wei­te­re Er­hö­hung der Grund­er­werb­steu­er ver­teu­ert den Neu­bau von Woh­nun­gen in Ber­lin. Teu­re­re Bau­kos­ten zie­hen auch hö­he­re Miet- und Kauf­prei­se nach sich", er­klärt An­dre­as Matt­ner, Prä­si­dent vom Zen­tra­len Im­mo­bi­li­en Aus­schuss (ZIA). "Of­fen­bar ver­sucht der Senat hier, Pro­fit aus der Woh­nungs­not zu schla­gen. Ganz of­fen­sicht­lich ist den Län­dern die Ma­xi­mie­rung ihrer Ein­nah­men immer noch wich­ti­ger als die Lö­sung der Woh­nungs­pro­ble­me".

Der Ber­li­ner Senat er­schwe­re mit der An­he­bung der Grund­er­werb­steu­er den Er­werb für Wohn­ei­gen­tum, heißt es beim IVD Ber­lin-Bran­den­burg. Vor allem junge Fa­mi­li­en tref­fe die hö­he­re Ab­ga­be, kom­men­tiert Mak­ler Wulff Aen­ge­velt. Ber­lins Re­gie­ren­der Bür­ger­meis­ter Klaus Wo­wer­eit (SPD) glaubt da­ge­gen nicht, dass eine hö­he­re Steu­er junge Fa­mi­li­en vom Ei­gen­tums­kauf ab­hal­ten werde: "Beim Er­werb einer Woh­nung die 400.000 Euro kos­tet, macht das ge­ra­de mal 4.000 Euro aus", sagte er bei der Se­nats­pres­se­kon­fe­renz. Eine ge­setz­li­che Fest­schrei­bung der Mak­ler­cour­ta­ge auf 5%, die der Senat plant, könn­te den Mehr­auf­wand aus­glei­chen. "Ge­set­ze schaf­fen kei­nen neuen Woh­nun­gen", kon­tert Dirk Wohl­torf, Vor­sit­zen­der des IVD Ber­lin-Bran­den­burg. Die vor­ge­se­he­ne Re­ge­lung sei blin­der Ak­tio­nis­mus.

 

Quelle: Immobilienzeitung, 26.06.2013

mehr... 2013/06/10
Kleinere Wohnungen als Investitionsobjekte bevorzugt

Privatanleger halten Wohnungen mit einer Größe bis zu 80 qm für die beste Investition in diesem Jahr. Das geht aus einer Umfrage des Grundinvest Reports der Euro Grundinvest unter 1.000 Privatanlegern hervor. Danach bevorzugen 66% aller Befragten diesen Wohnungstyp noch vor dem Einfamilien-, dem Reihenhaus oder der Doppelhaushälfte sowie vor Appartements und Studentenwohnungen (jeweils 62%). Luxuswohnungen werden insgesamt mit Blick auf die Rendite als weniger aussichtsreich (36%) bewertet. Dabei gibt es aber regionale Unterschiede. Während in München (34%) und Hamburg (33%) dem Premiumsegment weniger Potenzial zugetraut wird, sind es in Berlin immerhin 42%, die an eine gute Luxuswohnungs-Rendite glauben. 

 

Quelle: Immobilienzeitung, 06.06.2013

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