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2010/12/16
IVD erwartet für 2011 steigende Wohnimmobilienpreise
IVD erwartet für 2011 steigende WohnimmobilienpreiseVon Christine RebhanDer Maklerverband IVD erwartet im kommenden Jahr bundesweit im Schnitt steigende Miet- und Kaufpreise für Wohnimmobilien. Zwischen 1% und 2,5%, so die Prognose, werden die Beträge bei Neuvermietungen nach oben gehen. Die Preise für Eigentumswohnungen, die dem IVD-Preisspiegel zufolge in diesem Jahr um 2,1% angezogen haben, werden 2011 weiter steigen - in Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern deutlicher als in kleineren Kommunen, heißt es. Bei Eigenheimen, für die der IVD 2010 ein Plus von 1% ermittelte, wird von einer insgesamt stabilen Preisentwicklung ausgegangen. Als Gründe für stabile bzw. steigende Preise vor allem in Ballungsräumen nennt der Verband die zu erwartende positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, das Neubaudefizit, das er bei einem Bedarf von 200.000 Einheiten jährlich 2011 bei etwa 40.000 Einheiten sieht, und den anhaltenden Zuzug in Großstädte.Quelle : Immobilienzeitung vom 15.12.2010
mehr... 2010/12/15
Zinsen für Hypothekenkredite steigen wieder

Am Markt für Hypothekenkredite zeichnet sich ein Ende der Zinstalfahrt ab. Damit normalisiere sich die Lage, sagen Experten. Lange Zeit drückte die Risikoscheu der Käufer das Niveau.

Allein in den letzten vier Wochen kletterten die Hypothekenzinsen über alle Laufzeiten 0,3 Prozentpunkte und damit so stark wie seit Beginn der Finanzkrise 2007 nicht mehr. Für Hypothekenkredite mit zehnjähriger Zinsbindung verlangen Banken nach Berechnungen der FMH-Finanzberatung derzeit im Schnitt effektiv 3,78 Prozent Zinsen pro Jahr. Das ist zwar im historischen Kontext noch immer günstig, aber knapp einen halben Prozentpunkt mehr als noch im September. Seinerzeit lagen die Zinsen noch auf einem Rekordtief von 3,29 Prozent.

Grund für die Trendwende ist der markante Anstieg der Kapitalmarktzinsen, die auch für Baugeld die Richtung vorgeben. Zwar liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank seit Anfang 2009 unverändert bei 1,0 Prozent. Seit August kletterte jedoch die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von einem Tief bei 2,11 Prozent auf in der Spitze 3,03 Prozent am Mittwoch.

Analysten machen drei Gründe für den Renditeanstieg aus: Erstens seien die Zinsen aufgrund der hohen Risikoaversion seit Herbst 2008 zu niedrig gewesen, nun normalisiere sich die Lage. Zweitens zeigt auch der Zinstrend in den USA nach oben - dort klettern die Zinsen, seit die US-Notenbank im August das Drucken von noch mehr Geld angekündigt hat. Drittens sorgen sich immer mehr Investoren um die Staatsfinanzen, sollte Deutschland direkt oder indirekt noch stärker für die Finanzierung der Defizite der Euro-Peripherieländer aufkommen müssen.

Quelle: capital.de, 10.12.2010/ Christian Kirchner

mehr... 2010/12/09
Wohnimmobilie gilt als die ideale Altersvorsorge

Von Christine Rebhan

64% der berufstätigen Deutschen halten einer im Sommer durchgeführten Umfrage von Postbank und Allensbach-Institut zufolge die selbstgenutzte Wohnimmobilie für die ideale Form der privaten Altersvorsorge. Auf Platz zwei landet mit 40% die private Rentenversicherung, gefolgt von der Immobilie als Kapitalanlage und der Rente aus einer Lebensversicherung (jeweils 29%). Berufstätige Männer nennen die Immobilie als Kapitalanlage deutlich häufiger als Frauen (31% gegenüber 27%), Befragte mit Abitur öfter als Studienteilnehmer mit einfachem Schulabschluss (36% gegenüber 29%), im Westen Lebende setzen stärker darauf als im Osten Ansässige (31% gegenüber 17%). Eine selbst zu nutzende Immobilie in den kommenden Jahren tatsächlich kaufen wollen 10% der Berufstätigen, unter den 16- bis 29-jährigen Arbeitenden sind es 18%. 4% aller Berufstätigen und auch 4% der 16- bis 29-Jährigen beabsichtigen, in ein Objekt als Kapitalanlage zu investieren.

Quelle: Immobilienzeitung vom 8.12.2010

mehr... 2010/12/06
Wohnimmobilienpreise - Deutschland schwimmt gegen den Strom

Von der Krise auf den internationalen Märkten für Wohnimmobilien ist hierzulande nichts zu spüren. Im Gegensatz zur weltweiten Abwärtsdynamik steigen die Preise in Deutschland weiter. Das geht aus einer Studie der DZ Bank hervor. Nach Einschätzung der DZ Bank steigen die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen in Deutschland weiter. 2010 dürften somit deutsche Wohnimmobilien das zweite Jahr in Folge teurer geworden sein. Eine ähnliche Entwicklung wurde zuletzt in den Jahren 1999 und 2000 verzeichnet.

"Nach unserer Einschätzung ist die anhaltende Lethargie des deutschen Marktes durchbrochen, da wir auch im kommenden Jahr mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends rechnen", schreibt die DZ Bank in Ihrer Studie. Die Preise für Wohnimmobilien stiegen demzufolge im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent. Für 2010 rechnet die Bank mit einem durchschnittlichen Wachstum bis zwei Prozent und für das kommende Jahr mit einem weiteren leichten Plus von 1,5 Prozent bis 2,5 Prozent.

Als Grund für die derzeitigen Preissteigerungen auf dem deutschen Immobilienmarkt sehen die Autoren der Studie die langjährige Talfahrt der Bautätigkeit. "2011 dürfte neben der recht guten gesamtwirtschaftlichen Lage bei vielen privaten Haushalten vor allem der drohende Anstieg des Zinsniveaus die Entscheidung zum Erwerb einer Immobilie beschleunigen", so die Verfasser der Studie.

USA: Weiter angespannte Lage

Dagegen fällt die Prognose für andere europäische Länder und die USA äußerst pessimistisch aus. In den Vereinigten Staaten herrschen nach Einschätzung der DZ Bank erst dann wieder normale Marktverhältnisse, wenn jährlich rund sechs Millionen Häuser und Wohnungen verkauft werden - für 2011 eine unrealistische Annahme. Die DZ Bank geht davon aus, dass die Preise in den USA in diesem Jahr bis zu drei Prozent fallen, im kommenden Jahr dann stagnieren. Die hohe Arbeitslosigkeit sorgt dafür, dass die Flaute am US-Häusermarkt noch im kommenden Jahr anhält.

Spanien: Weiter sinkende Preise erwartet

Ähnlich skeptisch sehen die Autoren der Studie die Lage auf der iberischen Halbinsel: "In Spanien gehen wir wegen der kräftig gestiegenen Arbeitslosigkeit und den verhaltenen Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung davon aus, dass die Zahl der privaten Haushalte, die gezwungen sind ihr Haus oder ihre Wohnung zu verkaufen, weiter steigen wird." Für 2010 erwartet die DZ Bank daher sinkende Immobilienpreise um die vier Prozent, nachdem diese im vergangenen Jahr bereits um 7,4 Prozent zurückgegangen waren. Auch die Prognosen für 2011 sehen nicht besser aus: "Der Druck auf die Häuserpreise bleibt unverändert hoch, wir erwarten 2011 einen Preisrückgang von rund 5 Prozent", heißt es in der Studie.

Großbritannien: Talsohle durchschritten

Die Lage am britischen Häusermarkt wird nach Einschätzung der DZ Bank im kommenden Jahr noch sehr fragil bleiben. Als Gründe führen die Autoren der Studie zum einen die weiter angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt an und die durch die Konsolidierung des Staatshaushaltes verursachten Belastungen für die privaten Haushalte wie beispielsweise Steuererhöhungen und Stellenabbau. Gestützt wird die Häusernachfrage besonders im Großraum London durch die für 2012 anstehenden Olympischen Spiele. Trotz einer weiter holprigen Erholung des Immobilienmarktes erwartet die Bank für das kommende Jahr einen Preisanstieg um bis zu zwei Prozent.

Niederlande: Verhaltener Ausblick

Auch für den niederländischen Immobilienmarkt sieht der Ausblick nur sehr verhalten aus. Angesichts eines für niederländische Verhältnisse schwachen Wirtschaftswachstums von nur rund 1 Prozent dürfte die Beschäftigung kaum steigen. Daneben würden die unsicheren Arbeitsmarktaussichten die Immobiliennachfrage belasten. "2011 rechnen wir deshalb und wegen der vergleichsweise kräftigen Bautätigkeit in den letzten Jahren nur mit Stagnation bei den Immobilienpreisen", heißt es in der Studie weiter.

Quelle : capital.de, 02.12.2010

             DZ BANK Research

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