ENG GER
2011/02/16
Energetische Modernisierung - KfW fördert wieder Einzelmaßnahmen

Fenster tauschen oder die Heizungsanlage modernisieren - viele Hausbesitzer denken derzeit über energiesparende Umbauten nach. Was häufig fehlt, ist das Geld. Die KfW legt nun ihr Förderprogramm für Einzelmaßnahmen wieder auf. Von Nikolaus von Raggamby

Gute Nachrichten für alle Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland. Die Förderbank KfW fördert ab Anfang März wieder energetische Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Austausch der Fenster oder Erneuerung der Heizungsanlage. Im Rahmen der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgelegten Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm) werden Eigentümer somit wieder mit zinsgünstigen Krediten oder Investitionszuschüssen unterstützt.

Die KfW hatte zum 31. August 2010 die Förderung von Einzelmaßnahmen eingestellt, obwohl gerade private Eigentümer häufig nur zeitlich versetzte Einzelmaßnahmen finanzieren können. „Bauherren haben zukünftig wieder die Wahl, ihr Wohnhaus einmalig vollständig zu sanieren oder die energetische Qualität in einzelnen Sanierungsschritten zu verbessern. Das kommt insbesondere privaten Hausbesitzern zugute, die oftmals aus Kostengründen zeitlich versetzte Sanierungsmaßnahmen bevorzugen“, sagte Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe.

Für viele Experten ist die ausgeweitete Förderung zwingend notwendig, will die Bundesregierung ihre hochgesteckten Klimaziele - die Senkung der CO2-Emissonen um 80 Prozent bis zum Jahr 2050 - erreichen. Denn bisher ist die Bundesregierung mit dem Versuchen gescheitert, Eigenheimbesitzer zur energetischen Modernisierung ihrer Immobilien zu bewegen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) hervor. Demnach wurden seit 2005 pro Jahr lediglich 0,8 Prozent der 15,6 Millionen Wohngebäude im Land saniert, die bis 1995 errichtet wurden. Auch bei den mehr als 30 Jahre alten Häusern ist die Rate mit 1,1 Prozent nur unwesentlich höher.

Die durch die KfW geförderten Sanierungsmaßnahmen können zudem auch beliebig kombiniert werden. Allerdings rät die Verbraucherzentrale Hamburg, sich bei den geplanten Sanierungsmaßnahmen beraten zu lassen: „Zur Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden infolge von Kondenswasserbildung auf schlecht gedämmten Außenwänden kann es beispielsweise sinnvoll sein, wenn mit der Erneuerung der Fenster auch die Außenwand gedämmt wird“, sagt Stefanie Bender, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Generell sei es bei einer schrittweisen Sanierung zudem wichtig, die weiteren Sanierungsziele mit zu bedenken.

Um solche Probleme zu vermeiden und die Qualität der energetischen Sanierungen zu sichern, verlangt die KfW ab dem 1. März die Einbeziehung eines Sachverständigen in das Bauvorhaben. „Die technischen Anforderungen sind inzwischen so hoch, dass die KfW fachmännische Beratung für notwendig hält“, erklärt Alexander Wiech, Sprecher Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund. Neu ist zudem, dass sich die Mindestanforderungen an die Gebäudehülle nicht mehr nur auf die neu aufzubringende Dämmung beziehen. Künftig wird auch eine bereits vorhandene Dämmung berücksichtigt. Der zusätzliche Dämmaufwand ist damit gegebenenfalls geringer.

 

Quelle: capital.de, 20.01.2011

mehr... 2011/01/19
Investoren sind heiß auf deutsche Immobilien

Investoren haben eine deutlich positivere Einschätzung zum deutschen Immobilienmarkt als noch vor einem Jahr. Bei einer Umfrage von Ernst & Young (E&Y) Real Estate unter über 100 Immobilieninvestoren bezeichneten 33% Deutschland als sehr attraktiven Investmentstandort; vor einem Jahr waren es nur 8%. Im Vergleich zu anderen europäischen Immobilienstandorten gilt Deutschland für 54% der Befragten als sehr attraktiv und damit für doppelt so viele wie im Vorjahr (25%). Deutschland könne mit seinem Wirtschaftswachstum und seiner politischen und sozialen Stabilität punkten, meint Christian Schulz-Wulkow, Partner bei E&Y Real Estate. "Der Markt sieht uns mehr denn je als sicheren Hafen für Immobilien-Investments."

Quelle: Immobilienzeitung, 18.01.2011

mehr... 2011/01/12
gefragte Immobilien- Investitionen legen deutlich zu

Seit dem Börseneinbruch 2008 wiederholen Makler und Projektentwickler gebetsmühlenartig: Immobilien sind krisensicher, die Nachfrage steigt. Den Trend bestätigen jetzt repräsentative Daten. Das Investitionsvolumen in Deutschland ist in den ersten drei Quartalen 2010 um zehn Prozent gestiegen. Von Karsten Röbisch

Anleger haben im vergangenen Jahr wieder erheblich mehr in Immobilien in Deutschland investiert. Das belegen Zahlen des Maklerverbands IVD für die ersten neun Monate. Demnach stieg das Transaktionsvolumen von Januar bis September gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009 um 10,2 Prozent auf rund 110 Mrd. Euro.

Die Zahlen bestätigen somit den seit der Finanzkrise von vielen Marktteilnehmern ausgerufenen Immobilienboom in Deutschland. Nach dem Börseneinbruch 2008 hatten Makler und Projektentwickler übereinstimmend von einer stärkeren Nachfrage insbesondere nach Wohnimmobilien berichtet, die als stabiles Investment gelten. Angeheizt wurde das Interesse zudem durch günstige Finanzierungsbedingungen. Zwischenzeitlich notierten die Zinsen für zehnjährige Baudarlehen auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. "Die Umsatzsteigerungen zeigen, dass das Interesse an Immobilien als Kapitalanlage noch zugenommen hat", sagt Jürgen Michael Schick, Vize-Präsident des IVD.

Die Daten des IVD sind auch insofern repräsentativ, als dass sie auf den Grunderwerbsteueraufkommen der Bundesländer basieren. Beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks muss der Erwerber in den meisten Fällen die Steuer zahlen, deren Höhe je nach Bundesland zwischen 3,5 und fünf Prozent variiert. Damit erfasst die Statistik des IVD auch Investitionen in Wohnhäuser und Eigentumswohnungen, die aufgrund ihres geringen Volumens bei den Auswertungen großer Immobiliendienstleister nicht vorkommen. Deren Daten beziehen sich meist nur auf den Gewerbeimmobilienmarkt, der 2010 indes ebenfalls wieder in Schwung gekommen ist.

Deutlich zulegen konnte vor allem Berlin. Mit einem Plus von 20,8 Prozent auf rund 6 Mrd. Euro verzeichnete die Hauptstadt den größten Anstieg des Transaktionsvolumens. Dahinter folgen Thüringen und Baden-Württemberg. Es gibt aber auch Verlierer. Mit 21,8 Prozent büßte Sachsen-Anhalt am meisten ein, gefolgt von Brandenburg mit minus 17 Prozent. Selbst das wirtschaftlich starke Bundesland Hessen büßte mit minus 0,7 Prozent an Attraktivität ein.

In absoluten Zahlen war Nordrhein-Westfalen mit 22,8 Mrd. Euro das umsatzstärkste Bundesland, was wegen der hohen Bevölkerung keine Überraschung ist. Dahinter rangieren Bayern mit 21,6 Mrd. Euro und Baden-Württemberg mit 16,6 Mrd. Euro.

Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien bleibt nicht ohne Folgen für die Preise, vor allem in den boomenden Metropolen. Nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts Empirica stiegen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den kreisfreien Städten in den ersten drei Quartalen 2010 um knapp drei Prozent.

 

 Quelle:capital.de, 05.01.2011


mehr... 2011/01/03
Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesundes Jahr 2011 !!
mehr...






1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15