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2012/02/20
OECD rät Deutschland zu deutlich höheren Immobiliensteuern

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rät Deutschland dringend dazu, sein Steuersystem radikal zu ändern. Nur so könne das Land langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein. Der Faktor Arbeit müsse von Steuern und Sozialabgaben entlastet werden. Im Gegenzug sollten neben der Mehrwertsteuer insbesondere die Steuern für Immobilien deutlich erhöht werden. Als Maßstab für höhere Immobiliensteuern nennt die OECD eine Verdreifachung.

Quelle: Immobilienzeitung, 15.02.2012

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Auf der Mauer, auf der Lauer: Baugeld

Es gibt Anzeichen dafür, dass die Bauzinsen 2012 wieder steigen werden. Doch Anleger können vom Wettbewerb der Banken profitieren. Wie das am besten klappt.

Käufer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen in Deutschland sind die Gewinner der Euro-Krise. Weil Investoren derzeit südeuropäische Staatsanleihen scheuen und stattdessen in Bundesanleihen und deutsche Pfandbriefe flüchten, bewegen sich die Baugeldzinsen zum Jahresbeginn noch immer in einem historischen Tief. Für Standardhypothekenkredite mit zehnjähriger Laufzeit verlangen Banken nach der jüngsten Erhebung des Verbraucherportals Biallo.de nur noch einen Effektivzins von durchschnittlich 3,17 Prozent. 2008 lagen die Zinssätze für die Darlehen in der Spitze noch bei 5,3 Prozent. Experten erwarten aber, dass sich Baugeld im Jahresverlauf verteuern wird. "In der ersten Jahreshälfte werden die Hypothekenzinsen auf dem gegenwärtigen Niveau verharren", sagt Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank. Im zweiten Halbjahr sei allerdings ein Anstieg um bis zu 100 Basispunkte zu erwarten. "Ende des Jahres dürften die Zinssätze für zehnjährige Immobiliendarlehen um die Marke von 4,15 Prozent notieren", sagt Hellmeyer. Bei einem Hypothekenkredit über 100.000 Euro würde sich damit die monatlich zu zahlende Rate gegenüber dem heutigen Zinsniveau um 81,67 Euro verteuern.Entscheidend für die Höhe der Baugeldkosten in Deutschland sind nicht die Leitzinssätze der Europäischen Zentralbank (EZB), sondern die Renditen der Bundesanleihen. Diese beeinflussen das Zinsniveau der Hypothekenpfandbriefe, mit denen Banken ihre Immobilienkredite refinanzieren. Seit Beginn der Finanzkrise sind die Renditen von Bundesanleihen kontinuierlich gefallen, weil Investoren immer stärker in diese Papiere flüchten - bei kurz laufenden Geldmarktpapieren war der Zins zuletzt sogar negativ. Durch die Flucht in Bundesanleihen sanken auch die Zinssätze für Hypothekenpfandbriefe. Banken können daher ihre Immobilienkredite heute zu geringeren Kosten refinanzieren und geben diesen Preisvorteil wegen des scharfen Wettbewerbs an die Kunden weiter.

Die Maßnahmen der EU-Regierungen und der EZB zur Stabilisierung des Euro würden diesen Trend 2012 jedoch umkehren, prognostiziert Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen. "Die Kapitalmärkte werden wieder in ruhiges Fahrwasser geraten." Investoren würden deshalb im Jahresverlauf aus Bundesanleihen und Pfandbriefen in Aktien umschichten. Im Gegenzug würden die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen von derzeit 1,85 Prozent auf 2,8 Prozent steigen.

Quelle: capital.de, Richard Haimann, 12.01.2012

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Deutsche sitzen auf 5 Bio. Euro Immobilienvermögen

Die Deut­sche Bun­des­bank hat erst­mals eine de­tail­lier­te Er­he­bung über das Im­mo­bi­li­en­ver­mö­gen pri­va­ter Haus­hal­te durch­ge­führt. Dem­nach sum­miert sich das Grund­be­sitz­ver­mö­gen der Deut­schen nach einer vor­läu­fi­gen Hoch­rech­nung auf mehr als 5 Bio. Euro. Al­ler­dings ver­teilt sich das Be­ton­gold auf we­ni­ger als die Hälf­te der Haus­hal­te.

Zwi­schen Sep­tem­ber 2010 und Juli 2011 be­frag­te das infas In­sti­tut, Bonn, ins­ge­samt 20.500 Haus­hal­te in Deutsch­land zu ihrer Ver­mö­gens- und Ver­schul­dungs­si­tua­ti­on. 3.565 gaben brauch­ba­re Ant­wor­ten (Rück­lauf­quo­te 18,6%). Über­pro­por­tio­nal ver­tre­ten sind unter den Be­frag­ten wohl­ha­ben­de Haus­hal­te, was be­ab­sich­tigt war, weil hö­he­re Ein­kom­men in der Regel grö­ße­re Ver­mö­gen be­sit­zen.

Das Er­geb­nis der re­prä­sen­ta­ti­ven Be­fra­gung: Die Deut­schen be­sit­zen hoch­ge­rech­net ein Im­mo­bi­li­en­ver­mö­gen von 5,02 Bio. Euro. Ent­hal­ten sind darin so­wohl das selbst ge­nutz­te Wohn­ei­gen­tum als auch sons­ti­ge Im­mo­bi­li­en als Ka­pi­tal­an­la­ge sowie Ge­schäfts­im­mo­bi­li­en von Selbst­stän­di­gen und Ein­zel­kauf­leu­ten. Netto, also nach Abzug der Ver­bind­lich­kei­ten in Höhe von rund 918 Mrd. Euro, ver­blei­ben etwas mehr als 4 Bio. Euro.

Al­ler­dings ver­teilt sich das Im­mo­bi­li­en­ver­mö­gen auf nur 45% der Haus­hal­te. Im Schnitt be­sit­zen sie ein Net­to­im­mo­bi­li­en­ver­mö­gen von 246.000 Euro. Rund 40% sind Ei­gen­tü­mer der Im­mo­bi­lie, die sie als Haupt­wohn­sitz an­ge­ge­ben haben.

Höchs­te Ei­gen­tums­quo­te bei Selbst­stän­di­gen und Be­am­ten

Be­son­ders hoch sind die Ei­gen­tums­quo­ten bei Haus­hal­ten, die als Haupt­ver­die­ner Selbst­stän­di­ge und Be­am­te haben. Hier ver­fü­gen zwei von drei Pri­vat­haus­hal­ten über Grund­be­sitz. Unter den An­ge­stell­ten liegt die Quote bei 46%; bei Rent­nern bzw. Pen­sio­nä­ren sind es 55%.

Mit den Er­geb­nis­sen ver­spricht sich die Bun­des­bank bes­se­re Auf­schlüs­se dar­über, wie das Im­mo­bi­li­en­ver­mö­gen in Deutsch­land ver­teilt ist und wie stark ver­schie­de­ne Haus­halts­grup­pen durch die damit ver­bun­de­ne Ver­schul­dung be­las­tet sind. Die US-Sub­pri­me-Kri­se habe ge­zeigt, wie wich­tig sol­che In­for­ma­tio­nen sind, heißt es in der Bun­des­bank-Stu­die. Au­ßer­dem sol­len die Er­geb­nis­se ein­fa­cher mit Ana­ly­sen aus an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern ver­gli­chen wer­den kön­nen. Hier­für wurde ei­gens ein von den No­ten­ban­ken ge­mein­sam ent­wi­ckel­ter Fra­ge­bo­gen ver­wen­det. Die nächs­te Be­fra­gung soll im Jahr 2014 er­fol­gen.

 

Quelle: Immobilienzeitung, Nocolas Katzung, 17.02.2012

mehr... 2012/02/13
Immobilienweisen: Branche profitiert von Schuldenkrise

Der deutschen Immobilienwirtschaft konnten Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise bislang nichts anhaben. Im Gegenteil: Niedrige Zinsen, Inflationsangst und der internationale Mangel an sicheren Anlagemöglichkeiten haben die Investitionen in Wohnungen, Büros und Handelsimmobilien deutlich ansteigen lassen. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, prophezeit der von der Immobilien Zeitung (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag) gegründete und vom Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) unterstützte Rat der Immobilienweisen in seinem jetzt vorgelegten Frühjahrsgutachten.

Quelle: Immobilienzeitung, 13.02.2012

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